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Dieser Dachdecker rechnet seine Fotos jetzt ab

Wie Jens Appel mit acht Mitarbeitern seine Ortstermine dokumentiert, seine Hausverwalter glücklich macht — und die Berichte heute abrechnet.

  • 21. August 2026
  • Dachdecker

„Der Nachteil bis dato war für mich: Meine Zeit war einfach weg und ich habe nichts dafür bekommen. Heute dokumentiere ich es, mache daraus einen Bericht — und verdiene ein, zwei Euro mit.“

Jens Appel führt mit der Dachdeckerei Appel & Schulz GmbH einen kleinen, feinen Betrieb im Ruhrgebiet: acht Mitarbeiter, eine Assistenz im Büro. Seine Baudokumentation ist heute kein Nebenprodukt mehr, sondern Teil der Rechnung.

Seine Hauptkunden sind Hausverwaltungen. Das heißt: viele Ortstermine, viele Balkone, viele Eigentümer und Mieter, die wissen wollen, was da oben eigentlich passiert — und ab und zu einer, der hinterher etwas anderes behauptet.

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🎧 Keine Lust zu lesen?

Das komplette Gespräch mit Jens gibt es in unserem Podcast Bauimpulse.

Handy an den PC, Ordner ins Nirvana

Fotos gemacht hat das Team schon immer. Nur landeten sie nirgendwo. So lief das jahrelang, bevor MemoMeister im Betrieb war:

„Ganz früh waren es einfach Handys abends an den PC stecken, in irgendeinen Windows-Ordner packen, der verschwindet im Nirvana. Man sucht stundenlang. Oder WhatsApp-Gruppen — alles, was nach kurzer Zeit nicht mehr wirklich flüssig und sauber läuft.“

Dazu die Ortstermine: Der Verwalter ruft an, Jens fährt hin, schaut sich den Schaden an, macht Fotos, schreibt danach eine Mail oder ruft zurück. Der Verwalter notiert es aus dem Gedächtnis und baut dabei einen Fehler ein. Und Jens hat einen halben Tag investiert, für den nie jemand eine Rechnung bekommen hat.

Der Anruf, bei dem einer rangegangen ist

Jens suchte keine Software mit möglichst vielen Funktionen. Er suchte zwei Dinge: Fotos, die dort liegen, wo sie hingehören — und Entlastung für sich und seine Kollegin im Büro.

Über einen anderen Podcast war er auf zwei Anbieter für Baudokumentation gestoßen. Beim ersten lud er sich die App runter, versuchte anzurufen — kein Support. Und Jens hat eine Regel: Wenn er etwas anfängt, muss innerhalb der ersten drei Tage der nächste Schritt kommen, sonst verschwindet es aus dem Kopf. Also rief er noch von unterwegs bei der zweiten Nummer an. Da ging jemand ran, erklärte in Ruhe und sagte: Melde dich nochmal, wenn du im Büro bist.

„Ab da waren wir einfach Kunden bei MemoMeister. Ich vergleiche das mit Apple: intuitiv, einfach. Das ist für mich genial.“

Im ersten richtigen Online-Gespräch legte Jens seine Bedingung dann direkt auf den Tisch:

„Achim, ich habe zwei linke Hände, was Computer angeht. Hilf mir. Du musst es so machen, dass es bei mir funktioniert, bei meiner Assistenz und dass die Mitarbeiter es auch machen.“

Die Axt im Wald und warum die Jungs trotzdem mitgezogen sind

Um MemoMeister möglichst schnell so einzurichten, wie er es sich vorstellte, buchte Jens das Kickstart-Paket dazu. In den ersten Wochen hat er mit Achim seine Wünsche besprochen, eine passende Struktur umgesetzt und seine Abläufe aufgesetzt — seine Assistenz saß von Anfang an mit am Tisch.

„Ich dachte, ich rufe so oft an, die kicken mich irgendwann raus. Aber nein — zu jeder Frage gab es eine Antwort. Auch immer noch. Ein gutes Mitgenommenwerden. Ich kann es jedem nur empfehlen.“

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Bleibt die Hürde, an der es bei vielen Chefs scheitert: die Mitarbeiter mitnehmen. Jens hat es auf seine Art gemacht:

„Ich bin da eher wie die Axt im Wald. Ich habe es einfach hingegeben und gesagt: bitte so.“

Die Fotos machen inzwischen alle. Beim Beschriften tun sich manche noch schwer, und einer im Team kommt mit Handy und App einfach nicht warm — der gibt seine Fotos ab, ein Kollege pflegt sie ein. Jens akzeptiert das, statt es zu erzwingen.

Überzeugt hat die Jungs am Ende der Alltag: Bei einer unberechtigten Reklamation können sie direkt vor Ort zeigen, was wirklich gemacht wurde. Die letzten beiden neuen Mitarbeiter bekamen den Link zum Onboarding schon vor ihrem ersten Arbeitstag — und stellten von sich aus Fragen.img 9126

Warum Hausverwalter jetzt auf den Bericht warten

Ein Punkt ließ Jens trotzdem nicht los: Die Ortstermine liefen zwar sauber dokumentiert, aber immer noch unbezahlt. Also buchte er Anfang des Jahres den Bauimpulse-Videoworkshop Mit Dokumentation Geld verdienen, um genau das zu ändern — und arbeitete ihn nebenbei durch, immer wenn Zeit war, insgesamt keine anderthalb Stunden. Seitdem ist aus der Pflichtübung eine Position auf der Rechnung geworden.

  • Der Ortstermin wird bezahlt. Aus der Fotodokumentation entsteht in MemoMeister ein Bericht, nach Seitenzahlen gestaffelt abgerechnet. „Ein Gamechanger, weil jede Fahrt zur Baustelle, zu einem Ortstermin, dann auch noch monetär bezahlt wurde.“
  • Schimmel-Diskussionen sind schnell erledigt. Zwei Bilder mit der Wärmebildkamera, ein PDF — und alle sehen, dass es ein Lüftungsproblem ist und kein undichtes Dach.
  • Verwalter lieben die Berichte, weil sie sie eins zu eins in die Eigentümerversammlung mitnehmen können, ohne selbst eine Sekunde Aufwand zu haben. Bei einem Kunden steht inzwischen direkt in der Beauftragung: entweder Reparatur oder Bericht.
  • Der Freigabelink räumt die Rückfragen ab. Bauingenieur, Verwalter und Eigentümer bekommen von Anfang an einen Link mit den Fotos, die für sie wichtig sind. „Es gibt kaum noch Fragen in der Bauphase. Die Leute sind einfach nur glücklich.“

Und das Beste: Es funktioniert auch im Winter, wenn die Jungs zu Hause sitzen und das Wetter keine Baustelle zulässt.

Warum ein schiefes Bild besser ist als gar keins

Bleibt die Frage, die jedem Chef bei so viel Transparenz durch den Kopf geht: Was, wenn der Kunde etwas sieht, das nicht perfekt gelaufen ist?

Jens geht damit gelassen um. Er fängt bei sich selbst an — „Ich bin sehr selbstkritisch, auch auf der Baustelle“ — und gibt nicht automatisch alles frei, sondern nimmt sich abends fünf Minuten und lädt die Fotos hoch, die für den Kunden zählen. Das Spaßfoto zwischendurch muss der Verwalter nicht sehen. Und wenn auf einem Bild wirklich mal etwas schief hängt, ist das kein Anlass zum Meckern, sondern ein kurzer Hinweis am nächsten Morgen: So machen wir das, dreh den Draht beim nächsten Mal andersrum.

„Besser, man sieht es in der Bauphase und kann es berichtigen, als dass man es jahrelang falsch macht und keiner sagt was.“

Manchmal wird aus so einem Foto sogar ein Auftrag mehr — weil auffällt, dass die schnelle Lösung nicht reicht.

Fazit

Jens hat nichts Spektakuläres gemacht. Er hat die Fotos, die sein Team sowieso schon geschossen hat, an den richtigen Ort gelegt — und dann angefangen, sie zu Geld zu machen. Aus dem Ortstermin, der früher nur Zeit gekostet hat, ist eine Position auf der Rechnung geworden.

Tipp für Kollegen

„Wenn ich was mache, versuche ich, wenigstens innerhalb der ersten drei Tage den nächsten Schritt zu gehen. Sonst verschwindet es komplett aus dem Kopf. Und redet nicht nur mit Leuten aus eurem Gewerk: Wenn ich mich nur mit Dachdeckern unterhalte, wird der Horizont nicht größer.“

Tipp von MemoMeister

Du fährst zum Ortstermin, machst Fotos, schreibst hinterher eine Mail — und stellst dafür nie eine Rechnung? Dann denk über eine Dokumentationspauschale nach.

Im Bauimpulse Workshop „Mit Dokumentation Geld verdienen“ zeigen wir dir ohne langes Gerede, wie du die Doku strategisch in deine Angebote integrierst und als feste Position abrechnest. So machst du die Dokumentation vom lästigen Zeitfresser zum profitablen Werkzeug für deinen Betrieb.

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Jens Appel, Geschäftsführer der Dachdeckerei Appel & Schulz im Büro am Schreibtisch bei der Baudokumentation
Jens Appel, Geschäftsführer

Dachdeckerei Appel & Schulz GmbH

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